Cosyville – Perfektion bis in den letzten Pixel

Cosyville ist ein Family Concept Store in Vechta aus Niedersachsen. Für meine Kunden ungewöhnlich war und ist, dass Cosyville zunächst als stationäres Ladengeschäft gestartet ist und erst im zweiten Schritt den Weg in den Onlinehandel gefunden hat. Allerdings war dies auch so vom Geschäftsführer Jan Brannolte geplant. Die Eröffnung des Ladengeschäfts war geplant für Oktober 2018, der Onlineshop sollte später im Laufe des Jahres 2018 erfolgen.

Während der Laden rechtzeitig und planmäßig öffnete, taten sich beim Onlineshop einige Verzögerungen auf.

 

Mächtiger, aber minimalistisch wirkender Onlineshop

Das Projekt besprach ich mit Hr. Brannolte bereits im April 2018. Dort wurden die Anforderungen skizziert und auch Referenzshops angegeben, an deren Optik sich der Onlineshop von Cosyville anlehnen sollte. Zusätzlich war Pickware sowie der Einsatz von Pickware POS gefragt. Mit Pickware POS werden Onlineshop und Ladenlokal miteinander verschmolzen, was es dem Endkunden einfach macht, bestehende Gutscheine zu nutzen oder individuelle Preise an der Kasse zu erhalten.

Offiziell startete das Onlineshop-Projekt im September 2018, kurz vor der Eröffnung des Ladengeschäftes.

Viel Wert legte Hr. Brannolte dabei auf das Design, was sich auch schon im Vorfeld an den Referenzshops bemerkbar machte. Das Ziel dabei: ein minimalistischer Onlineshop mit viel Weißraum und Platz für die Produktpräsentation. Die Zielgruppe, Kinder und junge Eltern, sollten sich direkt abgeholt und “zuhause” fühlen. So gab es zwar kein Screendesign, aber zumindest eine klare und vorgegebene Linie, wie der spätere Onlineshop aussehen soll.

Einrichtung des Kassensystems aus der Ferne

Hoch priorisiert war dabei das Pickware POS. Damit dieses gut funktioniert, war es notwendig, dass bereits alle Produkte, die zur Eröffnung des Ladenlokals für die Kunden zu kaufen waren, in Shopware angelegt waren. Hierbei teilten wir uns die Arbeit auf: Hr. Brannolte bereite eine Artikel-Liste vor, welche ich dann über das Import-/Export-Modul von Shopware hochlud. So kamen wir in kürzester Zeit auf eine Vielzahl von Artikeln, die bereits bepreist waren und auch einen Lagerbestand hatten. Zudem musste natürlich das Kassensystem POS eingerichtet werden. Backend-seitig übernahm ich die Konfiguration, die Einrichtung des Terminals im Laden übernahm Hr. Brannolte. Das klappte über die Entfernung mit enger Abstimmung sehr gut, sodass die Entfernung zwischen Vechta und Ilsenburg im Harz keine Rolle spielte.

Als das POS funktionierte und das Ladengeschäft die ersten Umsätze einfuhr, arbeiteten wir gemeinsam im Hintergrund am Onlineshop weiter.

 

Arbeit an den Feinheiten und ein großes Problem

Nachdem das POS funktionierte und auch in den Tagen darauf die letzten Kleinigkeiten angepasst wurden, damit das System arbeitet, wie Hr. Brannolte dies wünschte, ging es für mich weiter mit der Einrichtung des Onlineshops. Wir näherten uns immer weiter mit dem Design an eine vorläufige Endfassung an. Allerdings wurde im Laufe des Herbstes 2018 klar, dass der Onlineshop von Cosyville nicht rechtzeitig zum Jahresende fertig werden würde.

Und kurz vor Weihnachten kam es dann zum Super-GAU. Cosyville wird nämlich gehostet auf einem meiner Server. Und hier kam es zu einem Komplettausfall eines meiner Server. Nebst anderen Kunden, traf es also auch Cosyville. Ein Totalausfall kurz vor Weihnachten, der auch das POS betraf. Schnell mussten Notlösungen und Workarounds gefunden werden, damit zumindest im Ladengeschäft weiter kassiert werden konnte. Relativ zeitig konnte Hr. Brannolte hier eine für sich passende Übergangslösung finden, während ich damit beschäftigt war, das zu retten, was zu retten war.

Übrigens:

Diesen Vorfall nahm ich zum Anlass, die komplette Backup-Strategie zu überarbeiten und neu auszurichten. Dies wurde hoch priorisiert und mit als erstes im neuen Jahr 2019 umgesetzt.

So folgten viele Aufgaben, die doppelt erledigt werden mussten. Aber es half nichts: was getan werden muss, muss getan werden. Im Verlauf der ersten Januar- Hälfte 2019 kamen wir dann auch wieder in den regulären Rhythmus, um uns neuen Aufgaben zu widmen.

 

Design-Feinheiten

Wie es oftmals so ist in einem jungen Unternehmen, werden einige Prozesse noch umgestellt, da sich andere Wege als effizienter oder günstiger heraus gestellt haben. So gab es einige Änderungen, wie z.B. die Versandkosten, die aktualisiert wurden, damit der Onlineshop auch mit korrekten Daten starten konnte.

Die letzten Wochen im Projekt waren maßgeblich dafür eingeplant, dem Design den finalen Schliff zu verpassen. Dazu zählten eigene Icons, die eingebunden werden mussten und auch Schriftarten, die so definiert werden mussten, damit sie nur an bestimmten Stellen im Shop ausgeliefert werden.

Im April 2019 – nach gut einem halben Jahr Entwicklungszeit, wurde das Projekt abgeschlossen. Natürlich ist dies immer nur ein vorläufiger Zustand, da es immer wieder kleinere und größere Anpassungen am Shop geben wird. Das Grundgerüst allerdings, ist ein optisch toller Shop, auf den Hr. Brannolte zurecht stolz sein kann.