Alle Informationen zur Migration von Shopware 5 auf Shopware 6

Mit diesem Blog-Artikel möchte ich Sie zum aktuellen Stand von Shopware 5 und Shopware 6 informieren und auch alle Fragen aufgreifen, die mich zum Thema Migration bisher erreicht haben.

Shopware 6 wurde im Sommer 2019 veröffentlicht. Damals mit der Aussage, dass Shopware 5 noch volle fünf Jahre unterstützt wird – das ist nun drei Jahre her und die Zeit für Shopware 5 neigt sich so langsam dem Ende entgegen.

Es war schon recht bald nach der Ankündigung von SW6 zu merken – der Updatezyklus von Shopware 5 verlangsamte sich immer weiter. Es dauerte also immer länger, bis neue Updates veröffentlicht wurden.

Gleichzeitig nahm die Entwicklung von Shopware 6 Fahrt auf. Seit einiger Zeit gibt es monatliche Feature-Updates. Es ist also einmal Zeit zu prüfen, ob und wann eine Migration auf Shopware 6 sinnvoll ist.

Wo steht Shopware 5?

Zum einen ist zu sagen, dass Shopware 5 nicht tot ist. Ganz im Gegenteil: Shopware 5 wirkt für ein abgekündigtes System doch noch recht vital.

Weiterhin werden neue Plugins veröffentlicht und auch an Updates für bestehende Plugins mangelt es nicht. Doch es ist zu merken, dass auch hier die Geschwindigkeit von Aktualisierungen nachgelassen hat.

Dennoch wurde mit Shopware 5.7 schon vor einiger Zeit ein System veröffentlicht, welches die aktuellen Anforderungen an Onlineshops umsetzt – was Stabilität und Geschwindigkeit angeht. Doch mit der 5.7 ist dann auch wirklich Schluss, weitere größere Updates werden nicht mehr erscheinen.

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Wie in dieser Roadmap zu sehen ist, werden für Shopware 5 keine neuen Features mehr veröffentlicht. Wir sind bereits in der Phase, dass lediglich noch Bugfixes veröffentlicht werden. Diese Phase dauert an bis zum kommenden Juli. Bis zum Juli 2024 werden dann nur noch kritische Sicherheitslücken geschlossen – anschließend erfolgt kein weiterer Support mehr für Shopware 5.

Welche Vorteile bietet also ein Wechsel zu Shopware 6?

Die Vorteile von Shopware 6

Trotz der nicht unbedingten Notwendigkeit eines Wechsels auf Shopware 6 häufen sich die Kundenanfragen nach einer Migration bei mir. Daher möchte ich an dieser Stelle einmal die Vorteile von Shopware 6 aufzählen:

  • Leicht zu erlernende und moderne Admin-Oberfläche
  • Schnelle Einrichtungszeit
  • Tolle Features zur Automation von Geschäftsprozessen
  • Weiterhin eine aktive Community, die Plugins und Themes veröffentlicht
  • Content & Commerce noch besser vereinbar als bei Shopware 5
  • Unendlich viele Verkaufskanäle – Verkaufen auf Instagram, Pinterest, Facebook, etc. war mit Shopware noch nie so einfach
  • Geschäftsprozesse individuell abbildbar, keine starren Vorgaben

Das ist nur eine Auswahl der größten Neuerungen in Shopware 6. Im Detail gibt es viele kleine Verbesserungen, welche je nach Anforderungen interessant werden. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Welche Nachteile gibt es mit Shopware 6?

Die Nachteile von Shopware 6

Wichtig hierbei zu wissen ist, das Shopware 6 eine völlig neue Software ist. Diese wurde von grundauf neu entwickelt. Dadurch sind auch viele Features entfallen.

Was am meisten auffällt: einen Blog gibt es mit Shopware 6 im Standard nicht – dies müsste über Plugins nachgerüstet werden.

Darüber hinaus gibt es an vielen Stellen Vereinfachungen oder Features sind gänzlich entfallen. Für 90% aller Händler sind diese Vereinfachungen akzeptabel, da viele Funktionen aus Shopware 5 nicht in großen Umfang genutzt wurden.

Meine allgemeine Einschätzung ist allerdings, dass Shopware alle notwendigen Funktionen mitliefert. Und wie auch schon von Shopware 5 bekannt, können zusätzlich notwendige Features durch Plugins nachgerüstet werden.

Falls Sie wissen wollen, welche Features als nächstes für Shopware 6 veröffentlicht werden, hilft ein Blick auf die Shopware eigene Roadmap.

Nun gut, die groben Vor- und Nachteile habe ich jetzt beleuchtet. Wie geht es nun weiter?

Wie beginnt eine Migration zu Shopware 6?

Der erste Schritt einer Migration zu Shopware 6 liegt darin, eine Migrationsumgebung im Shopware Account anzulegen. Dadurch kann man eine Subdomain angeben, auf welcher der Shopware 6 Shop eingerichtet wird, während Shopware 5 normal weiterläuft und weiterhin Umsätze erwirtschaftet.

Nach dem Anlegen der Migrationsumgebung hat man dann ein Jahr Zeit, um die Migration abzuschließen. Ein, aus meiner Sicht, mehr als großzügiger Zeitraum.

In diesem Jahr muss man dann alles wichtige geschafft haben:

  • Layout einrichten
  • Artikel importieren oder neu anlegen
  • Zahlungs- und Versandarten einrichten
  • eMail-Templates prüfen und ggf. anpassen
  • Flows einrichten für die Prozessautomatisierung
  • Plugins neu einrichten
  • Erlebniswelten konfigurieren

Was passiert mit den Lizenzen?

Viele Kunden fragen sich, ob sie die Lizenzen für Plugins und vielleicht sogar für die Shopware Professional Edition neu erwerben müssen. Das ist eine berechtigte Frage, welche ich aber deutliche verneinen kann.

Mit der Migrationsumgebung werden auch die Lizenzen auf Shopware 6 übertragen.

Das heißt: jede aktive Lizenz von einem Plugin (oder von Shopware selbst) gilt ein Jahr lang für beide Systeme: für Shopware 5 wie auch für Shopware 6.

Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass ca. 75-80% aller Plugins auch für Shopware 6 bereitstehen. Und jene Shopware 5-Plugins, die keinen Nachfolger für SW6 besitzen, werden in der Migrationsumgebung angezeigt. Dadurch wissen Sie rechtzeitig, welche Plugins nicht mehr zur Verfügung stehen.

Allerdings ist das manchmal auch kein Nachteil. Es gibt auch einige Features, die Shopware 6 direkt im Kern mitbringt, welche für SW5 lediglich über Plugins möglich waren.

Wie lange dauert eine Migration zu Shopware 6?

In einer idealen Welt sollte die Migration eines Standard-Onlineshops nicht länger als 1-2 Wochen in Anspruch nehmen.

Da wir aber nicht in einer idealen Welt leben, sondern diese immer aus Kompromissen besteht, liegt eine realistische Entwicklungszeit bei 4-6 Wochen. 

Hierbei beeinflussen vor allem die Faktoren Zuarbeit und Klarheit über das künftige Setting die Entwicklungszeit.

Denn eines fällt mir immer wieder auf: wenn meine Kunden verstehen, welche Möglichkeiten sich mit der Migration auf Shopware 6 ergeben, dann werden viele Geschäftsprozesse neu gedacht. Und das erfordert auch seine Zeit.

Wie helfe ich bei der Migration zu Shopware 6?

Kurz und knapp: vollumfänglich. 

Eine Migration zu Shopware 6 ist selbstverständlich ein größeres Projekt, dass auch Abstimmung zwischen Ihnen und mir erfordert. 

Doch den Großteil der anstehenden Arbeiten erledige ich im Rahmen eines definierten Leistungsumfangs für Sie.

Dieser Leistungsumfang umfasst alle notwendigen Arbeitsschritte: von der technischen Einrichtung, der Vorbereitung des Admin-Bereichs oder auch der Übernahme von Layout und Content. 

Doch da Individualität wichtig ist, ist dies auch in diesem Leistungspaket bedacht.

Allen voran steht aber eine detaillierte Besprechung, welche Wünsche und Anforderungen Sie an das neue System haben. Daraufhin erstellen wir gemeinsam einen Plan, wie diese Wünsche in die Realität umgesetzt werden können.

Und was kostet die Migration?

Die Vorteile, welche Shopware 6 ergeben und die möglichen Optimierungen im Geschäftsablauf sind gute Gründe für eine Migration auf Shopware 6, die sich langfristig auszahlen werden.

Falls Sie mich als Ihren Partner für die Migration auf Shopware 6 hinzuziehen, beginnt das Leistungspaket ab 4.530€.

Es gibt bei der Preisfindung allerdings ein paar Faktoren, die berücksichtigt werden sollten. Aus diesem Grund habe ich eine Landingpage erstellt und dort einen Konfigurator eingerichtet:

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Gern können wir auch über den passenden Tarif für Ihre Migration zu Shopware 6 persönlich sprechen.

Shopware 5 nach 2024

Ist eine Migration spätestens 2024 zu Shopware 6 also Pflicht? Auch hier kann ich Sie beruhigen. Das ist nicht zwingend notwendig.

Zum einen fällt das System ja nicht aus, nur weil der Hersteller keinen Support mehr bietet. Ein überaus großer Vorteil von selbst-gehosteter Software. Sie könnten also theoretisch bis zum Sankt Nimmerleinstag Shopware 5 weiter betreiben. Theoretisch.

Praktisch macht das wenig Sinn, da man sich damit ja auch Innovationen nimmt, welche die Kunden ggf. in einigen Jahren als Standard erwarten. Oder wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass heute ein Großteil der User per Smartphone einkauft?

Dennoch kann der Betrieb von Shopware 5 auch nach dem Sommer 2024 weiterlaufen. Hier hat sich ein neuer Service hervor getan, welcher sich um Lösungen bei Sicherheitsproblemen kümmert: safe five.

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Dieser Service ist vor allem dafür gedacht, um längere Migrationszeiten zu überbrücken. Hierfür werden umsatzabhängige Gebühren berechnet. Los geht das ab 60€ mtl. für Onlineshops mit einem jährlichen Umsatz bis zu 100.000€. Nur wofür?

Die Gebühren sind nicht dazu gedacht, der anbietenden Firma große Gewinne zu ermöglichen. Die Gebühren werden genutzt, um aktiv Sicherheitslücken in Shopware zu finden – hierfür werden Sicherheitsforscher und „gute“ Hacker engagiert. 

Für die gefundenen Sicherheitslücken werden anschließend Patches bereitgestellt. 

Wichtig zu wissen: es werden über safe five keine neuen Features in Shopware 5 integriert.

Der Anbieter hat einen ähnlichen Service bereits für Magento 1-Kunden auf den Weg gebracht und daher große Expertise in diesem Bereich. Falls Sie dazu mehr wissen wollen, empfehle ich den Podcast Shopcast.fm.

Dann steht wohl bald eine Entscheidung an?

Mit diesem Blog-Artikel wollte ich einmal alles beleuchten – alle Vor- und Nachteile von Shopware 6 sowie den Zustand von Shopware 5 bis 2024 und darüber hinaus.

Das ging natürlich nur recht allgemein, da jeder Onlineshop seine individuellen Anforderungen hat. Wenn nun bei Ihnen Fragen aufgekommen sind, dann treten Sie gern mit mir in Kontakt. Buchen Sie sich direkt einen Gesprächstermin.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag und freue mich, bald von Ihnen zu hören.

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